Donnerstag, 24. November 2011

Über das Stehen auf zwei Beinen und deren Auswirkungen

Mein bester Freund Frodo beim Überwachen der häuslichen Zucht und Ordnung



Unsereins dehnt sich fix die hinteren Haxn, stretcht flott die vorderen Läufe, tanzt dann auf dem Parkett mit klackerenden Krallen und sprühend vor Lebenslust den Morgenboogie.

Beppo, der unnachahmlich kluge Beppo.
 





 


Andereins macht seine Morgentoilette und schärft anschließend seine Krallen am Türpfosten, Vitrinenschrank oder an der antiken Kommode.

Maxlrieder Morgensonne

Doch der Mensch, er liegt noch. Begraben unter Schichten von wärmedampfenden Tüchern, aus denen ein modriger Geruch steigt, dreht er sich hin und her und versucht dem Morgenlicht zu entkommen.


  
Unsere Aufgabe ist es nun, dem Menschen klar zu machen,  dass er endlich aufstehen muss. Ich rate zu mehreren, konzentrierten Störmanövern. Eins: Freundliches Anstupsen mit der feuchten Nasenspitze (Achtung! Der Mensch- ohne Ausnahme, wird so tun, als hätte er nichts gemerkt. Und, er glaubt auch, wir dächten, er märkte nichts. Ha, ha, ha.... Sprachlich vielleicht unmöglich oder veraltet- Neocortexreaktion!!)
Zweitens: Leises, aber rhythmisch abgesetztes Murren (das ärgert ihn mächtig und er verzieht die Mundwinkel oder die Decke über die Ohren.
Drittens: Nun erst recht! Knurren- noch ... gewaltfrei, aber mit entschlossener Emphatie. Jetzt hört man die ersten begeisterten Laute: „Ruhe, Still..etc.“ Davon bitte nicht ablenken lassen. 

Kleine Anmerkung: Katzen lösen diese Problematik mit intensiven Schurrgeräuschen direkt an der Ohrmuschel des betreffenden Opfers. Nun nützt ihm auch das „Decke-über-die Ohren-ziehen“ wenig, da die Füße frei werden und die sich Katze sofort auf die bloßen Zehen stürzt.

Blitzi kurz vor dem Angriff

Der Mensch steht nun auf. Aufstehen? Ha ! Zuerst robbt er über die Matratze, rollt über deren Kante, kriecht auf allen Vieren, um die Socken zu suchen und erhebt sich schließlich ächzend, die Hand in den Rücken gestützt (daran können wir erkennen, wie schmerzhaft das Stehen auf zwei Beinen sein muss und uns zu recht die Frage erlauben: Ist dieser evolutionäre Schritt für uns überhaupt erstrebenswert?
Meine Freundin Ronja in würdevoller Haltung sitzend, davon ist der Mensch weit entfernt
 Zeit für unser Frühstück . Frodo und Pedro warten schon auf den Kaffee. Seit wir eine Jura impressa haben, trinken auch wir Tiere Kaffee. Er bekommt uns nämlich hervorragend.

Im Wintergarten

 

Die Chefin füttert uns- sie muss noch üben













Erst dann darf sie ihren Kaffee trinken- unter unserer Aufsicht



Und ich..., ich ziehe mich ins warme Bett zurück, denn jetzt habe ich endlich Platz.
Bis bald
Euer eleganter, sprachgewandter, toleranter
Hector (der oberbayerische Haudegen)
Zwischen Decken sich verstecken

Mittwoch, 12. Oktober 2011

Kampf der Titanen oder wie ich die KatzenBestien zur Strecke gebracht habe


    Liebe Freunde kultivierter Umgangsformen, dieser Bericht ist nichts für krautfarbene Weicheier und sensible Kümmerlinge: Hier geht’s zur Sache.
    Ihr erinnert Euch an den letzten Post: Die Chefin hat vier Katzenbabies mit der Flasche großgezogen. Wir haben dies zähneknirschend gebilligt und dabei spreche ich im Namen der ganzen Familie: Ronja Rübennase, Frodo Wackelohr, Sam Chnuschperli, Gigi, Pedro und Blitzi, ein paar Kleinviecher und o h n e Zweibeiner.
Niemand, ja nicht einmal der phantasievollste Ratterich, konnte ahnen, was wir uns damit ins Haus geholt hatten. 

Nichts ist vor Ihnen sicher. Nichts ist ihnen heilig. Vor Niemandem haben sie Respekt.


Pelzverbrämte Schlafkoje. Muss das sein?
Wie unschuldig...!, Hach
"Ohh, wie süüüüss..". Ja, so kann man sich täuschen. Ich muss zugeben, einen gewissen gestreiften Charme haben sie ja.  Es sind übrigens drei Mädchen und ein Junge.

 Es versteht sich von selbst, dass die Mädchen viel schlimmer sind, der Vergleich mit den Raubkätzinnen ist durchaus angebracht.
Hier sieht man ja, zu was die fähig sind. Katzen fressen mit dem ganzen Körper.

Rolle hin und Rolle her
Ich kann so unmanierliches Gehabe nicht dulden, also schnappe ich mir Eine und verpasse ihr eine bauchseitige Abreibung.
 - dreh dich um, s'ist gar nicht schwer            
Weiter gehts mit munterem Fellkauen in Seitenlage.
Ich nutze die kurze Hechelpause um die Lage zu sondieren
 Da hab ich dich, auf dem Bett! Weichgedrückt.
Der Tiger im Hintergrund ist nicht echt.


Mein Name ist Programm: Hector, der Held, der hehre Ritter und Kämpfer für die Gerechtigkeit.- ich habe sie zur Strecke gebracht.
Unterwerfungsgeste- bei allen gleich, auch bei Katzen. Und ab ins Körbchen... : Hinter Gittern!

Vereint im Miezengefängnis, ha, ha.

Das ist Blitzi, die gehört zur Familie und hat sich ein sicheres Versteck gesucht. Senior Pedro grinst gemächlich.
Pedro und sein Bruder Gigi sind die Senioren: Gelassenheit pur

Und hier meine Freundin Ronja Rübennase, wie ja unschwer zu erkennen ist.

 Sie ist genauso fix und fertig wie ich.

Bis bald mit neuen Geschichten
Euer
Hector (nach wie üblich der tapferste Hund in ganz Oberbayern)


Photos und Texte©2011Sylvia Richard-Färber 

Dienstag, 20. September 2011

Die Säugetigerkatzen (Vier auf einen Streich: Saugen, schmatzen schrein' zugleich)

 Bei uns ist immer was los. So oder so... .

Und deshalb hat die Chefin alle Hände voll zu tun.
Immerhin schafft sie es, drei Katzenbabies gleichzeitig die Flasche zu geben. Dafür hat sie stundenlang geübt und einen Workshop in einer Artistenschule besucht.
Aber ganz sauber ist sie nicht, die Chefin, man sieht es an ihrer Hose.


 Und ich und meine Kumpels? Na, wir werden vernachlässigt. Und natürlich sind wir beleidigt.
 Das Geschrei von diesen kümmerlichen Zergknäueln geht uns auch auf die Nerven, zumal wir Hunde nicht ins Zimmer dürfen, um für Ruhe und Ordnung zu sorgen.
Nein, alles streng geheim...!
Und hinter verschlossenen Türen hört man dann:
"Ohhh, Mitzimitzimitz, süüüss" Und anderen Blödsinn.
Und dann wieder Stille, konzentrierte Stille von saugenden Geräuschen begleitet..
Ha, ha, wie sie aussieht.
Jämmerlich.
Das hat sie nun davon, dass sie sich nur um die Kleinen kümmert, anstatt um uns.
Da hilft ihr das Grinsen auch nichts mehr.


 Zum Glück wachsen die Vier rasant.
Bis bald Euer Hector (immer noch der schönste Hund: Charmant, elegant, bekannt und rasant)




Photos und Texte©2011Sylvia Richard-Färber 

Dienstag, 30. August 2011

Lei"d"faden für geplagte Hunde- ein Leben mit Kunst


Liebe LeserINNEN,
früher war ein Baum, ein Baum. Klar.
Und wir Wild-Wolf-Stämmler durften bei notdürftigen Kontakten unsere persönlichen Kommentare und Meinungen frei hinterlassen und uns an dem regen Austausch untereinander erfreuen.

Doch Nichts ist mehr wie es scheint. Warum?
So ein Baum kann durch die gefährlichen Einflüsse von subversiv denkenden Menschen mit künstlerischer Begabung völlig verwandelt, verschandelt, verhunzt und verdorben werden. Kurz: VerHundelt.
Ich spreche aus Erfahrung. Denn ich lebe in einem Künstlerhaushalt. In einem Haus mit Kunst. Ach! 
Heute lasse ich Sie an meinem Privatleben teilhaben und
berichte durchaus einigermassen und unvoreingenommen über das aussichtslose Treiben dieser Künstlerin, die bei mir wohnt.
Sylvia heißt sie und nennt sich die Färberin. (Schreiben tut sie neuerdings auch, sie macht mir einfach alles nach). Außerdem protzt sie mit einer Website, die einfach ekelhaft bunt ist, ohne Rücksicht auf unsere empfindlichen Augen (Die Katzen stöhnen auch). Leider hat sie schon wieder völlig sinnbefreite Objekte geschaffen.

 
 Ja, und was soll d a s  nun sein?



Prototyp eines Brustschildes für glückliche tibetanische Störche?
Oder doch Lendenschurz für ein Krokodil? 

  Vernagelt und vermosaikt: Eine Lampe, L a m p e! Eine Frechheit!




Wann hört sie mit dem Unsinn auf?


Dies Skulptur-Collagen von Sylvia eignen sich hervorragend als Staubfänger, Bücherstützen, Grabsteine (für die krepierten Holzwürmer, welche die Bearbeitung nicht überlebt haben), Strassenschilder, Wurfgschoße, Toilettenbürstenhalter oder als Aschenbecher, für in der Kälte stehende Raucher.
Name: Flamencotänzer, hoffentlich tanzt er bald ab.


Immer wieder werde ich von entsetzten Käufern gefragt: 
Wie und wo klann ich mein Bild von Sylvia sicher entsorgen?
Guter Tipp: Trennen Sie den Müll. Metall, Styropor, die Glasteile, den Stoff bitte extra, Farben und Lacke in den Giftcontainer, Plastik in den gelben Sack, Holz ist klar und den Rest in den Bauschutt.



Man beachte die Aufbauten links, eignet sich auch als Wellnessbereich für Mäuse.

Denkt an mich.... und meine Kumpels.
Das nächste mal mehr. Euer
Hector





Photos und Texte©2011Sylvia Richard-Färber 



























Donnerstag, 11. August 2011

Wie man als Hund "Bücher-lesende-Menschen" zur Verzweiflung bringt...

Man beachte meinen Blick, gleich geht's los.
 Liebe Freunde,
sicher leidet Ihr auch unter dem Umstand, dass Eure Menschen sich ab und an (oder auch mehr als das) in rechteckige, mehligstinkende fächerartige Schachteln vertiefen. Da liegen oder sitzen sie nun, oft stundenlang und falten die Schachteln auf und zu, lachen dazwischen oder machen andere Geräusche. Ich demonstriere Euch hier die ultimative Anleitung zur Sabotage dieser verwerflich unnützen Tätigkeit. Denn was Katzen können, kann ich schon lange... !
1. Mitleid erregen
 Zuerst so tun als müsste man sich strecken, mit besonders gelangweiltem Gesicht natürlich und... bloss keinen Augenkontakt mit dem Feind.
Schritt Zwei: Mentale Kontaktaufnahme mit dem Menschen, am Besten durch seufzendes Atmen
Schritt drei (wenn Schritt zwei kein Erfolg gebracht hat): Gähnen, laut Gähnen und damit anzeigen, dass es langweilig wird. Am besten mit einem übelklingenden Schnarchton (den beherrsche ich übrigens vortrefflich).
 Der Mensch fühlt sich jetzt gestört und wird aus seiner Träumerei gerissen. Ha!
Er muss jetzt aufblicken und das ist das Zeichen: Schritt 4 und 5, langsames Übersteigen eines Hindernisses mit elegantem Pfotentanz.
(Bitte vorher üben)
Hier seht Ihr die perfekte Haltung. Der Mensch ist bereits so irritiert, das er zu Lesen vergisst.
gekonnte Blalance

Diese Haltung nennt man den "sanften Überwurf". Der Mensch kann nun nichts anderes mehr tun, als sich seiner wahren Aufgabe zu stellen, der Hundepflege (na, ja Katzen geh'n auch)
So sieht ein ausgeglichener Hund aus...
Photos und Texte©2011Sylvia Richard-Färber

Mittwoch, 3. August 2011

Nahezu unbestechlich- Darf ich vorstellen: Die Katzenbande Zwo

Mein luxuriöser  Hundetransporter (seht ihr mich in der Türe?)
Also, wo waren wir noch stehengeblieben? Ach ja, bei den Katzen. Ja, es gibt sie wirklich, leider. Und in unserem Haushalt treiben sie ein wahrhaft fürchterliches Unwesen. Dies hier ist Dino (war zum Glück nur auf Besuch).  Er turnt auf dem Designstuhl und dreht anmutige Piruetten. Ronja Rübennase will ihn gerade endlich fressen. Sie darf das aber nicht. Befehl von der Chefin.... .
(Das nächste Designerobjekt wird malträtiert..)

Das bin wieder ich, wie man unschwer erkennt. Mit Dino, dem Kleinscheißer, ha.

Ich will ja nicht so sein, die Gastfreundschaft ist heilig. Deshalb darf Dino mitessen.
Übrigens zu ganz oben: Ich reise natürlich standesgemäß und in einem Hundetransporter (kleine Autos verabscheue ich). Manchmal lade ich mir meine Kumpels ein. Hier mit Frodo Wackelohr und Sweeti Kreisedreher im Inneren des Wagens. Die Sitze sind übrigens aus Leder, Ha! Und Fernseher haben wir hier auch.

Samstag, 30. Juli 2011

Nahezu unbestechlich- Darf ich vorstellen: Die Katzenbande

Hier sieht man klar und deutlich, wie unterwürfig die drei ihre Köpfe vor mir neigen. Sie fürchten mich, das merkt man an ihrer geduckten Körperhaltung.
Von vorne nach hinten: Pedro, Gigi und Blitzi. Hier lauern sie, wie jeden Tag auf Küchenfliegen, Hausmäuse oder auf die zahllosen Ameisen, die sich in den hohlen Türrahmen Strassennetze errichtet haben.